Body Talk
Zur Ausstellung
Die Künstlerin Nives Widauer lebt und arbeitet in Wien. In ihren Werken, die Fotografie, Video, Installation und Bühnenbild umfassen, setzt sie sich mit den Beziehungen zwischen Körper, Natur und kulturellen Bildwelten auseinander. Für die Ausstellung Body Talk bringt Widauer ihre Werkserie Body Talk | Paracelsus gemeinsam mit dem in Paris lebenden Kritiker J. Emil Sennewald in einen Dialog mit Objekten aus der Sammlung des Josephinums. Ausgangspunkt ist der menschliche Körper als vernetztes System, in dem physische, emotionale und kulturelle Aspekte untrennbar zusammenwirken. Inspiriert von den Ideen des Paracelsus verbindet die Ausstellung zeitgenössische Kunst mit Wissenschafts- und Medizingeschichte. Historische Exponate und aktuelle Arbeiten eröffnen neue Perspektiven auf Körperbilder, Anatomie und Gesundheit und laden dazu ein, über die kulturelle Prägung unseres Körperbewusstseins nachzudenken.
Nives Widauer
Nives Widauer ist in Basel in der Schweiz geboren und lebt und arbeitet heute in Wien. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, ihren Abschluss machte sie in der Fachklasse für Audiovisuelle Gestaltung. Nach ihrem Studium begann Widauer, sich intensiv mit Videokunst und multimedialen Projekten zu beschäftigen. Bereits seit Ende der 1980er-Jahre arbeitet sie außerdem im Bereich Theater und Oper, wo sie unter anderem Videoprojektionen und Bühnenbilder entwickelte. In ihren Kunstwerken verbindet Widauer unterschiedliche Medien und interessiert sich besonders für die Verbindung von Analogem und Digitalem sowie von Vergangenheit und Gegenwart. Dabei verwendet sie auch gefundene Gegenstände, historische Materialien, Fotografien und Texte und setzt sie in neue Zusammenhänge.
Nives Widauers Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Deutschen Hygienemuseum Dresden (2026), Lentos Kunstmuseum Linz (2025), Museum für Angewandte Kunst Wien (2023), Kunstmuseum Basel (2022), Kunsthaus Zürich (2022), Austrian Cultural Forum Washington (2020), Jüdisches Museum Wien (2020), Museum der Moderne Salzburg (2019), Centre Cultural Suisse Paris (2019), Museum Belvedere Wien (2016/2018), Kunsthistorisches Museum Wien (2015).