Objektdetails

Beteiligte
Name
Rolle
La Specola, Museum für Naturgeschichte
Werkstatt
Felice Fontana
Anatom:in
Paolo Mascagni
Anatom:in
Clemente Susini
Bildhauer:in
Inventarnummer
AT-MUW-FM-000010
Sammlungsbereich
Anatomische Wachsmodelle
Medizinisches Fachgebiet
Anatomie
Objektart
Florentinische Wachsmodelle (FM)
Gegenstand
Kleine Pultvitrine
Datierung
1781 - 1786
Ausführung
Original
Ort
Florenz
Material
Vitrine
Holz, Glas, Metall
Textilien
Seide
Modell
Wachs
Maße
Objektmaß 52 x 46 x 54 cm Kleine Pultvitrine im verschlossenen Zustand
Kurzbeschreibung
1. Ansicht der Hand von dorsal. Die Haut und das Unterhautfettgewebe sind entfernt. Man sieht die Verläufe der langen Strecksehnen, die von einer queren Verstärkung der Muskelfaszie (Fascia antebrachii) auf Höhe des Handgelenks, dem Retinaculum mm. extensorum in Position gehalten werden. Zwischen den Strecksehnen der Langfinger sieht man auch die Zwischensehnenverbindungen (Connexus intertendinei), die beispielsweise das einzelne Strecken des Ringfingers erschweren bzw. verhindern. 2. Ansicht der Hand von palmar. Die Haut und das Unterhautfettgewebe sind entfernt. Man sieht die Hohlhand mit der Gruppe der Daumenballenmuskeln (Thenar) und Kleinfingerballenmuskeln (Hypothenar). Dazwischen spannt sich in der Handfläche eine Sehnenplatte, die Aponeurosis plantaris, auf. Ihre auslaufenden Faserzügel sind zurückgeklappt und die Sehnenscheiden der Finger mit ihren Ring- und Kreuzbändern dargestellt. Beim Ringfinger ist diese Sehnenscheide eröffnet, es kommt die typische Perforans-Perforatus-Beziehung der Sehnen der Fingerbeuger zur Ansicht. Hierbei setzt der oberflächliche Fingerbeuger (Musculus flexor digitorum superficialis -> Perforatus) bereits auf Höhe des Mittelgliedes des Fingers an, der tiefe Fingerbeuger (Musculus flexor digitorum profundus) muss ihn in seinem Verlauf zum Ansatz am Fingerendglied durchbohren (Perforans). 3. Ansicht der Hand von dorsal. Die Haut, das Unterhautfettgewebe sowie der Großteil der Muskeln und Sehnen sind entfernt. Auf der Kleinfingerseite sieht man noch den Sehenstumpf des Musculus extensor digitorum ulnaris, auf der Daumenseite den Sehnenstumpf des Musculus extensor digitorum radialis und beim Zeigefinger die beiden Sehnenstümpfe des Musculus extensor indizis sowie Musculus extensor digitorum. Die Bänder des Handrückens im Bereich der Handwurzelknochen (Ligamenta carpi dorsalia) und die Seitenbänder der Fingergelenke (Ligamenta collateralia articulationum digitorum manus).
Rechte
CC BY-NC-SA 4.0

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Objekt | Josephinum